LEBEN: Durativ zu gt. liban, ahd. leiben im Sinne von ‘beharren, dauern’. Der substantivierte Infinitiv Leben tritt „für in alter Zeit gleichbedeutende LEIB“ ein (EWD), wie auch die überlieferte Formel, „Leib und Leben“ zeigt. (>LEIB)
Die LEBER wird als etym. (u. semantisch) verwandt angesehen. Ausführliche Deutungen im EWD, einerseits „Vrselbständigung eines ursprünglichen Attributs: die Klebrige, Fettige, damit auch verwandt mit LEIM und Sch-LEIM, andrerseits die Annahme, die LEBER sei als „Sitz des Lebens“ gesehen worden: die Vorstellung von der Leber als blutbildendes Organ, als Sitz der Lebenssäfte und Tmperamente, also auch von Ärger und Zorn“. (EWD). Das scheinen Wendungen zu belegen wie „frisch von der Leber (weg) reden“, „sich etwas von der Leber reden“.
Ein Zusammenhang mit dem Brot-LAIB läßt sich semantisch ableiten, ist aber etymologisch nicht geklärt. Eine Verbindung mit lat. Libum ‘Kuchen, Fladen’ ist lautlich unsichr, ebenso die mit grichisch klibanos ‘Backofen’.
Trier setzt eine Wurzel *kel-, *klei- an ‘kneten von Lehmbrei, Brotteig’ und sieht einen Zusammenhang mit Leim.
Unumstritten ist die Herleitung von LORD und LADY aus altengl. hlaford und hloefdige ‘Laibwart’ und ‘Laibkneterin’. Die Auswertung diesr Tätigkeiten (sem. Valenz) spiegelt ihre fundamentale Bedeutung im frühgermanischen Haushalt.

